Glücksmythen, die jeder kennt

Jeder Mensch möchte im Grunde glücklich sein, aber warum sind es viele von uns nicht?

Dr. Sonja Lyubomirsky, eine renommierte amerikanische Glücksforscherin nennt in ihrem Buch „The How of Happiness“ ein paar Gründe, warum wir uns in Sachen Glück oft selbst im Weg sind. Sie sagt, aufgrund unserer Sozialisierung schauen wir – wenn es ums Glück geht – allzu oft auf die falschen Dinge.

  • Mythos Nr. 1: Glück muss gefunden werden

Es ist wie die Vorstellung vom Paradies, das irgendwo in weiter Ferne liegt. Wir müssen uns nur aufmachen, um diesen wundersamen Ort zu finden und dann….ist alles gut. Diesen magischen Ort, dieses Shangri-La, gibt es nur nicht. Zwar gibt es zum Beispiel im Südpazifik, wunderschöne Traumstrände und türkisblaues Wasser, aber das heißt noch lange nicht, dass hier jeder glücklich ist. Vor kurzem bereiste ich die Blauen Lagune in Fidschi. Es war unbeschreiblich schön, fast zu schön um wahr zu sein und ich versuchte jeden Moment auszukosten. Als ich mich mit einer anderen Reisenden unterhielt und ihr begeistert von der Unterwasserwelt erzählte, lenkte sie das Gespräch auf überteuerte Cocktails und ihren Sonnenbrand und beklagte sich über Mückenstiche. Glück ist also eine Frage der Betrachtung. Das Glück liegt in uns, nicht irgendwo da draußen. Auch der schönste Ort der Welt kann uns kein Glück bringen, schon gar nicht wenn wir die kritische Brille aufhaben.

  • Mythos Nr. 2: Um glücklich zu sein, müssen wir unsere Lebensumstände ändern

Die Vorstellung, dass wir erst glücklich sein können, WENN….ist ein großer Irrtum. Auch der gutbezahlte Job und das große Auto werden uns nicht mehr Glück bringen. Das würde nämlich bedeuten, dass unser Glück von äußeren Umständen abhängt. Die Glücksforschung hat herausgefunden, dass Lebensumstände nur 10% unseres Wohlbefindens ausmachen. Ein verschwindend geringer Anteil! Das Streben nach materiellen Gütern bringt uns in Wahrheit relativ wenig Glück.

  • Mythos Nr. 3: Entweder du hast es oder du hast es nicht

Manche Menschen scheinen von Geburt an glücklich zu sein und immer auf die Butterseite zu fallen, während sich andere abstrudeln, hart arbeiten und doch nie so glücklich sind. Wie kommt das? Nach den neuesten Ergebnissen der Glücksforschung ist es tatsächlich so, dass wir unser Glück zu 50% erben. Dies hat man durch Experimente an eineiigen Zwillingen herausgefunden. Unsere Glücks-Baseline oder genetische Ausgangssituation wird sozusagen zu 50% vererbt. Das hört sich viel ab, aber die gute Nachricht ist, dass wir noch 40% zur Verfügung haben! Diese 40% bestimmen wir – durch unsere Sichtweise und unseren Blick auf die Welt! Und daran können wir arbeiten!

Mehr: Wie können wir mehr Glück in unser Leben bringen?

 

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